Handelsreisende in der Sahara

Handelsreisende in der Sahara

In der Antike gelang es Arabern und Schwarzafrikanern, über die trennende Sahara hinweg stabile Handelsrouten aufzubauen. In den Norden verkauft wurden Sklaven, Gold, Elfenbein und anderes, wie exotische Tiere als Attraktion für römische Schaukämpfe. Im Süden waren vor allem Pferde, Stoffe und Waffen gefragt. Lange blühte der Transsaharahandel und versiegte erst mit der Kolonialisierung Westafrikas, als sich der Warenumschlag an die Küsten verlagerte.

Salz - das einstige Gold der Wüste

Das berühmteste Gut der Wüstenhändler war und ist das Salz der Sahara, die vom arabischen Volksmund "Meer ohne Wasser" genannt wird. Einst war an ihrer Stelle wirklich ein Meer, das riesige Salzvorkommen hinterließ wie im Norden Malis. Verglichen mit Meersalz hat das Salz der Wüste einen kräftigen Geschmack. Früher war es besonders bei den tropischen Bauern begehrt, die das Mineral für ihr Vieh benötigten, das ohne Salz nicht überleben kann. Salz war so wertvoll, dass man es auf den Märkten eins zu eins mit Gold aufgewogen haben soll.

Obwohl das Geschäft mit dem Saharasalz nur noch wenig einbringt, ziehen auch heute noch nomadische Salzkarawanen durch die Wüste. Berühmt dafür sind die stolzen Tuareg, die sich wie kein anderes Volk in der scheinbar ewig gleichen Sand- und Steinlandschaft zurechtfinden. Bei ihnen heißt es: "Wenn man den Weg verliert, lernt man ihn kennen". Doch allein vom Salzhandel können die Nomaden nicht mehr leben. Viele schleusen deswegen lukrativere Schmuggelwaren wie Zigaretten, Benzin oder Waffen durch die Sahara.