Elfenbeinküste

Elfenbeinküste (Côte d’Ivoire): Bürgerkrieg teilte das Land

2002 versank die einstige Wirtschaftslokomotive Westafrikas Côte d’Ivoire in einem blutigen Konflikt. Teile der Armee rebellierten und brachten den Norden des Landes unter ihre Kontrolle. Daraufhin stationierten die Vereinten Nationen und Frankreich mehr als 10.000 Friedenssoldaten in einer kampffreien Pufferzone zwischen den Landeshälften. 2004 verhängte der UN Sicherheitsrat ein Waffenembargo gegen die Elfenbeinküste.

Ein Jahr später schlossen Armee und Rebellen ein Entwaffnungsabkommen, dessen Umsetzung sie aber unterbrochen von erneuten Eskalationen verschleppten. Vermittelt durch Burkina Fasos Präsident Blaise Compaoré gelang den Bürgerkriegsparteien 2007 doch der Friedensschluss. Allerdings wurden die für Ende November 2008 angesetzten und seit 2005 überfälligen Präsidentschafts- und Parlamentswahlen erneut auf unbestimmte Zeit verschoben.