Ghana

Ghana: Vom Militärregime zur Demokratie

Als sich der Fliegerleutnant Jerry John Rawlings 1981 an die Macht putschte, lag Ghana nach einer langen Reihe erzwungener Machtwechsel wirtschaftlich und politisch am Boden. Binnen zehn Jahren baute Rawling das Land auf und etablierte 1992 eine demokratische Verfassung. Der fortan wiederholt zum Präsidenten gewählte Rawling wurde Ende 2000 von John Agyekum Kufuor abgelöst, der sich auch im Wahlgang 2004 behauptete.

Im Dezember 2008 stehen die nächsten Wahlen an, bei denen Ghana erneut beweisen muss, dass der Übergang von Militärregime zur Demokratie gelungen ist. Dazu gehört, dass sich die Anhänger der beiden großen Parteien gewaltfrei für ihren Favoriten einsetzen. Problematisch ist, dass sich in Ghana Legislative und Exekutive teilweise überschneiden. Etwa die Hälfte der Regierungsabgeordneten haben neben der gesetzgebenden auch vollstreckende Gewalt. Dennoch ist Ghana eine der wenigen stabilen Demokratien Afrikas.