Hoffen auf Regen

Hoffen auf Regen

In den trockenen und halbtrockenen Gegenden Westafrikas ist das Wetter ein großer Unsicherheitsfaktor. Die Bauern wissen nicht, wann der Regen ausbleibt oder nur spärlich fällt. Guten Jahren können Dürreperioden folgen, in denen Pflanzen und Vieh verenden. Fest steht, dass sich die Niederschlagsknappheit mit dem Klimawandel in dieser Region verschärfen wird. Vorhandene Wasserdepots wie in Flüssen und Seen reichen schon heute kaum aus.

Der Anspruch auf diese Ressourcen ist bereits Grund für Spannungen zwischen Anrainerstaaten. So schwelt am Nigerbecken ein multilateraler Konflikt: Ingesamt 20 neue Staudammprojekte planen die anliegenden Länder und die Staaten am Unterlauf des Flusses befürchten ein Absinken des Wasserspiegels. Entspannung ist nicht in Sicht: Schon wenn sich die Rahmenbedingungen nicht weiter verschlechtern, wird der Wasserbedarf im Nigerbecken bis zum Jahr 2025 um das Fünffache steigen.