Die westafrikanische Küche

Die westafrikanische Küche

So vielfältig wie die Bewohner der Region ist auch die Küche Westafrikas. Typisch sind Gerichte mit einfachen Zutaten, die raffiniert zubereitet und abgeschmeckt werden. Fleisch oder Fisch gehören – sofern erschwinglich – zu Mahlzeiten unbedingt dazu. Verbreitet sind Zwiebeln, Tomaten, Erdnüsse und besondere Pfeffersorten. Die Yamswurzel ist Teil der westafrikanischen Küche wie bei uns die Kartoffel, allerdings kann eine einzige Yamsknolle mehrere Kilo wiegen. In Westafrika wird der stärkehaltige Yams nach dem Kochen oft zu Brei zerdrückt. Auch die Kochbanane ist wie ihr Name schon sagt roh ungenießbar – gekocht, gebraten oder frittiert schmeckt sie aber köstlich. Wichtige Grundnahrungsmittel sind außerdem Reis, Hirse und Mais.
 
Allein Mahlzeiten einzunehmen ist in Westafrika unüblich, gegessen wird gerade in Dorfgemeinschaften in geselliger Runde. Gemeinsamkeit ist wichtig, nicht nur beim Essen: In muslimisch geprägten Gegenden Westafrikas ist Tee das beliebteste Getränk und Malier treffen sich in "Grins“ genannten Gruppen, um zusammen Tee zu trinken. Die dazu gehörende Zeremonie kann Stunden dauern. Nach traditionellem Ablauf wird der Tee gekocht, gezuckert und so oft umgegossen bis er die gewünschte Stärke und eine kleine Schaumkrone gebildet hat. Jedem werden nacheinander drei Gläser eingeschenkt, wobei der Geschmack immer schwächer wird. Das erste Glas heißt deswegen "stark wie der Tod“, das zweite "weich wie das Leben“ und das dritte "süß wie die Liebe“.

Rezepte