Wasserstoff

Wasserstoff

Effizientere Verbrennungsmotoren, Experimente mit anderen Kraftstoffen, Hybridantriebe: Was an neuen Technologien kommt, sind Bausteine auf dem Weg zur Alltagstauglichkeit wasserstoffbetriebener Brennstoffzellen. Sie bieten die verlockende Aussicht von Mobilität, die sauberer kaum sein könnte. Denn statt schmuddeliger Abgase stoßen Hydrogenautos nichts als Wasser aus. Wasserstoff auf die Straßen zu bringen, ist das höchste Ziel vieler Fahrzeugentwickler und weltweit sind bereits Testflotten unterwegs. Zwischen Labor und Marktreife steht dabei weniger das Antriebssystem, als der Wasserstoff selbst.

Wasserstoff ist das häufigste Element im Universum und kommt auf der Erde als farb- und geruchloses Gas vor, das meist in bestimmten Stoffen eingebunden ist. Außer im Wasser steckt das erste Element im Periodensystem in allen lebenden Organismen und in fossilen Energieträgern. Irdischer Wasserstoff geht so gern Bindungen ein, dass er so oft wie kein anderes Element Bestandteil von Stoffen ist. Weil Wasserstoff praktisch in unerschöpflichem Umfang verfügbar ist, könnte er das Zeitalter der fossilen Brennstoffe beenden. Wobei es beim alltäglichen Gebrauch von Wasser - wie beim Duschen oder Tee kochen - schwer vorstellbar ist, dass in einem Kilo Wasserstoff dreimal so viel Energie steckt wie in einem Kilo Erdöl.

So düsen Raketen mit Treibstoff ins All, der viel Wasserstoff enthält, weil er eine enorme Schubkraft entfalten kann. Auch in der Horizontalen kann ein Fahrzeug mit einer relative kleinen Menge Wasserstoff beachtliche Distanzen überbrücken. Studenten der  Hochschule Offenburg entwickelten ein Brennstoffzellen-Leichtvehikel, das mit einer Menge Wasserstoff, die etwa einem Liter Benzin entspricht, fast 3.200 Kilometer fahren konnte. Das ist etwa so weit wie von Hamburg zu den Pyramiden von Gize. Allerdings wiegt beim alltagstauglichen Fahrzeug schon allein das Tanksystem so viel, dass der Verbrauch stark steigt.

Herstellung

Brennstoffzelle oder Motor

Infrastruktur