Das Königreich Kambuja

Von einigen untergegangenen Königreichen Südostasiens künden noch heute imposante Bauwerke: Die  weltgrößte Tempelanlage Angkor Wat im heutigen Kambodscha ist eine architektonische Collage, die Tempel für Tempel von verschiedenen Khmer-Königen zusammengefügt wurde. Das seinerzeit Kambuja genannte Reich der Khmer entstand im achten Jahrhundert in der Region Angkor. Kambuja soll zu Reichtum und Einfluss gelangt sein, nachdem man dort mit der künstlichen Bewässerung der Reisfelder begonnen hatte. Dadurch konnten nun mehrere Ernten im Jahr eingefahren werden. Aus der inneren Stärke ihres Reiches heraus begannen die Khmer Kriege mit ihren Nachbarn und weiteten die Außengrenzen ihres Gebiets. Besonders im Westen schufen sich die Khmer mit ihrer expansiven Politik erbitterte Feinde: Ab dem 13. Jahrhundert kam es immer häufiger zu Reibereien mit den mächtiger werdenden Thai. Sie gingen während der folgenden zwei Jahrhunderte hartnäckig gegen die Khmer vor. 1431 schließlich eroberten Truppen des mächtigen Thai-Königreichs Ayutthaya die Hauptstadt Angkor und zerstörten ihre Bewässerungssysteme.