Das Königreich Ayutthaya

Das 1351 gegründete Königreich Ayutthaya mit der gleichnamigen Stadt als Herrschersitz brachte mehrere ehemals unabhängige Königreiche und Fürstentümer unter seinen Einfluss, die sich der neuen Macht teils freiwillig, teils widerstrebend unterordneten. Immer wieder brachen Konflikte in den Randregionen des Reiches auf. Auch im inneren Machtzirkel gab es Streitigkeiten und die Thronfolge wurde bisweilen blutig geregelt. Trotz der Turbulenzen wuchs Ayutthaya nahezu auf die Größe des heutigen Thailands heran. Seine Gesellschaft war streng hierarchisch organisiert, an der Spitze der sozialen Pyramide stand die Königliche Familie, den Sockel bildeten die Sklaven. Je nachdem, welchen Wert ein freier Untertan (nur Thais) nach diesem ausgeklügelten System hatte, stand ihm Ackerland und damit Einkommen zu.
Jahrelang lag Ayutthaya mit Burma im Klinsch, immer wieder kam es zu Kämpfen. In einer Phase schwacher Führung nutzten die Burmesen schließlich die Gunst der Stunde, marschierten bis Ayutthaya und zerstörten die Stadt, die damals mit mehr als einer Million Einwohnern eine der größten der Welt gewesen sein soll. Nachdem die Burmesen wieder vertrieben worden waren, wurde Ayutthaya nie wieder besiedelt. Ihre Ruinen unweit von Bangkok sind heute eine beliebte Sehenswürdigkeit.