Wirtschaft & Soziales

Die gewachsene politische Stabilität bescherte den zentralamerikanischen Volkswirtschaften in jüngerer Zeit relativ hohe Zuwachsraten. Vor allem gestiegene Rohstoffexporte erhöhten in einigen Entwicklungsländern der Region das Sozialprodukt. Seit dem Wirtschaftsaufbruch in Asien und den ehemaligen Ostblockländern sind immer mehr Käufer bereit, Spitzenpreise für Rohstoffe zu zahlen. Nur ist die hohe Abhängigkeit von Rohstoffausfuhren erfahrungsgemäß kein zukunftsfähiges Wirtschaftsmodell für ein Land. Um Schwankungen in der Weltkonjunktur besser ausgleichen zu können, brauchen Staaten vielseitige Ökonomien mit konkurrenzfähigen Branchen. So ist das Wirtschaftswachstum in Zentralamerika und Mexiko in 2008 spürbar gesunken von im Schnitt 4,5 auf 3,6 Prozent.  
Für die ärmeren Menschen bleibt der wachsende Wohlstand ein Phantom und die Armutsbekämpfung will trotz Aufschwung nicht so recht vorankommen. Eher verschärft sich die soziale Ungleichheit, die nirgendwo sonst auf der Welt so ausgeprägt ist wie in Lateinamerika. Ein Anzeichen für die Zerklüftung der Gesellschaft ist die in den Städten dramatisch gestiegene Gewalt. Das ärmste Land Zentralamerikas ist das extrem von ausländischer Hilfe abhängige Nicaragua, wo fast 80 Prozent der Einwohner von weniger als zwei US-Dollar täglich leben und etwa 45 Prozent von höchstens einem US-Dollar am Tag. Etwa drei Viertel der Bevölkerung ist direkt oder indirekt von der Landwirtschaft abhängig und bewaffnete Konflikte um überlebenswichtige Landrechte sind dort alltäglich geworden. 

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