Leben & Kultur

An den zahlreichen Kolonialbauten und der meistgesprochenen Amtssprache lässt sich der spanische Einfluss vergangener Tage ablesen. Heute ist der US-amerikanische Lebensstil die prägendste Fremdkultur in der Region, bei einem gleichzeitig verbreiteten „Antiamerikanismus“. Städter eifern dem lockeren „American way of life“ nach und finden ihn nicht zuletzt schick, weil sie Verwandte oder Bekannte haben, die in den Vereinigten Staaten sesshaft sind.
Vielfalt und eine eigene Identität bringen die Indigenas in die mittelamerikanische Kultur. Auf dem Land bemühen sie sich immer erfolgreicher um den Erhalt ihrer Traditionen. Guatemala ist wegen seines hohen indigenen Bevölkerungsanteils eine Insel der kulturellen Diversität. Nach Jahrhunderten der Demütigung pflegen die 22 ansässigen Maya-Völker ihre Sprachen, Bräuche, Überlieferungen und kunsthandwerklichen Fertigkeiten mit wachsendem Selbstbewusstsein. Dass den Indigenas Mittelamerikas inzwischen mehr Wertschätzung von nicht-indigenen Landsleuten entgegen gebracht wird, hat auch mit den zahlreichen Reisenden zu tun, die in den alten Tempelanlagen der Maya-Hochkultur die bedeutendsten Kulturgüter der Region sehen. Allein in Mexiko befinden sich 29 Stätten des UNESCO-Welterbes, von denen die meisten in der Zeit vor Kolumbus gebaut wurden.

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Der Tag der Toten