Deklaration der Inhaltsstoffe

Die "Verordnung über kosmetische Mittel" (Kosmetik-Verordnung) schreibt vor, dass alle Inhaltsstoffe der kosmetischen Produkte auf der Verpackung angegeben werden müssen. Die einzelnen Bestandteile sind gemäß ihrer Konzentration im Gesamtprodukt in abnehmender Reihenfolge aufgelistet. Bei Wirkstoffen, die in geringeren Mengen als ein Prozent enthalten sind, ist diese Reihenfolge nicht mehr vorgeschrieben.



Farbstoffe werden am Schluss der Liste mit ihren fünfstelligen CI-Kennzahlen (Colour-Index) aufgelistet. Die zu den CI-Kennzahlen gehörigen chemischen Bezeichnungen der Farbstoffe sind in Anlage 3 der Kosmetik-Verordnung zu finden.

Die natürlichen Inhaltsstoffe werden mit den botanischen Bezeichnungen der Stammpflanze benannt. Dabei erfolgt jedoch kein Hinweis darauf, ob hier das Öl, ein wässriger oder alkoholischer Auszug verwendet bzw. welcher Pflanzenteil extrahiert wurde.

Duftstoffe werden pauschal als "Parfum", "Aroma" oder "Fragrance" deklariert.  Gemäß der Kosmetik-Richtlinie der Europäischen Union vom 15. April 2003 müssen 26 Duftstoffe auf der Verpackung konkret namentlich angegeben werden, weil sie  Kontaktallergien hervorrufen können.

Generell dürfen in kosmetischen Mitteln nur die Farbstoffe, Konservierungsmittel und Lichtschutzfilter eingesetzt werden, die in der Positivliste der Kosmetik-Verordnung aufgeführt sind. Die Hersteller kosmetischer Produkte müssen für alle Produkte deren toxikologische und mikrobiologische Sicherheit nachweisen. Auch die Wirksamkeit der Mittel ist zu belegen.


Nur wenn ein kosmetisches Produkt länger als 30 Monate haltbar ist, braucht auf der Verpackung kein Mindesthaltbarkeitsdatum angegeben werden. Wird dieser Zeitraum unterschritten, wie z. B. bei Artikeln, denen keine Konservierungsstoffe zugesetzt sind, ist die Angabe des Mindeshaltbarkeitsdatums Pflicht. Neben dem Symbol einer geöffneten Cremedose wird die Haltbarkeit des angebrochenen Produktes in Monaten angegeben.