Bodenpflege

Wie gut Pflanzen gedeihen, hängt in erster Linie vom Boden ab. Entscheidend ist neben der reinen Nährstoffmenge vor allem seine Aktivität. Denn es sind Bodenlebewesen wie Algen, Bakterien, Pilze und Regenwürmer, die durch den Ab-, Um - und Aufbau für gute Belüftung und ausreichend Nährstoffe sorgen. Sie mischen darüber hinaus durch ihre Stoffwechsel und ihre Bewegungen im Boden organische und mineralische Substanzen. Nur wenn der Boden im Gleichgewicht und gut belüftet ist, können die Wurzeln der Pflanzen gleichmäßig eindringen. Und nur wenn die vielfältigen Lebewesen die Bodenstruktur locker und krümelig erhalten, kann der Boden auch in trockenen Zeiten Wasser speichern.

Im Bio-Landbau wird der Boden durch organische Düngemittel und den Anbau stickstoffbindender Pflanzen mit Nährstoffen versorgt. Abwechslungsreiche Bepflanzung im Rahmen der Fruchtfolge trägt dazu bei, Nährstoffe in den Boden einzubringen. Denn nach dem Absterben sind Pflanzenteile die Nahrungsgrundlage vieler Organismen, die sie in ihre Bestandteile zerlegen. Eine schonende Bodenbearbeitung etwa mit Hilfe von Pflügen und Eggen, lockert die Struktur und gibt den Wurzeln Platz zum Ausbreiten. Bei dichter Durchwurzelung können Erde, Nährstoffe und Kalk nicht so leicht ausgewaschen werden.

Besondere Vorschriften zur Bodenbearbeitung gibt es für den Bio-Landbau nicht. Unter der Maßgabe, dass die Bodenfruchtbarkeit zu erhalten und zu fördern ist, handeln die Landwirte nach ihrem Wissen über die biologischen Zusammenhänge im Boden. Der Erfolg gibt ihnen Recht: Bio-Böden haben im allgemeinen ein deutlich besseres Wasserspeichervermögen und gleichen so trockene Sommer besser aus als konventionell bewirtschaftete. Ökologische Böden sind zudem durch erheblich größere Aktivität gekennzeichnet. Darüber hinaus beugt die Abwechslung der unterschiedlichen Pflanzen einem zu starken Befall mit Schädlingen und Kranheitserregern vor.