Die Kampagne Bergwerk Peru

Der Bergbau in Peru bewegt sich im Spannungsfeld von ökonomischer Notwendigkeit und negativen ökologischen und sozialen Auswirkungen. Trotz des mineralischen Reichtums des Landes leben rund 60 Prozent der insgesamt 26 Millionen Peruaner in Armut. Die Menschen in den Regionen rund um die Minen haben häufig unter der Verschmutzung von Wasser und Boden durch die Verwendung toxischer Stoffe bei der Erzgewinnung zu leiden. Außerdem gibt es soziale Probleme infolge der Land- und Ressourcennutzung, Missachtung grundlegender Rechte durch Staat und Minengesellschaften. Zudem gefährden Bergbauprojekte die Landwirtschaft.

Unterstützung von Partnerorganisationen

Die Kampagne "Bergwerk Peru: Reichtum geht, Armut bleibt" zeigt die aktuellen Entwicklungen in Peru und Ansätze dafür, was bereits geschieht und noch geschehen muss, damit die betroffenen Menschen mehr Mitspracherechte erhalten. Der Blick soll auf die Auswirkungen des Bergbaus gelenkt werden. Im Rahmen der Kampagne werden Partnerorganisationen vor Ort unterstützt, die sich für die Mitentscheidung der Bevölkerung bei Bergbauprojekten, für den Schutz der Betroffenen und für stärkere Impulse und die Gestaltung von alternativen Wegen in der lokalen Entwicklung einsetzen. Gleichzeitig wird die internationale Handelspolitik kritisiert und das Konsumverhalten der Bevölkerung in Industrieländern problematisiert.

Verschiedene Träger

Die Kampagne ist eine gemeinsame Aktion von bundesdeutschen Gruppen und Organisationen, die in unterschiedlicher Weise mit Partnergruppen und -organisationen in Peru zusammenarbeiten und sich in der täglichen Arbeit mit der Bergbauproblematik auseinandersetzen. Zu den Trägern der Kampagne gehören u.a. Caritas international, FIAN Deutschland, die Infostelle Peru, kirchliche Peru-Solidaritätsgruppen, Kolping International, Misereor.

Infos unter http://www.kampagne-bergwerk-peru.de/