Fatal Transactions

Um über die politischen und ökonomischen Hintergründe der Kriege in Afrika zu informieren, startete medico international zusammen mit europäischen Partnerorganisationen im Herbst 1999 die Kampagne Fatal Transactions. Die Kampagne informiert über die politischen und ökonomischen Hintergründe von Kriegen in Afrika und legt die illegale Ressourcenausbeutung und die Profitinteressen transnationaler Konzerne offen. Weitere Schwerpunkte dieser Kampagne sind

  • die internationalen Unternehmen zum Rückzug aus den schmutzigen Geschäften zu bewegen und
  • Konzerne, die in den vergangenen Jahrzehnten am illegalen Handel profitiert haben, für die Beseitigung der Kriegsschäden und die Entschädigung der Opfer verantwortlich zu machen.

Zwei wichtige Ziele wurden im Rahmen dieser Kampagne erreicht. Die kritische Öffentlichkeit in Europa begann die kriegerischen Hintergründe der Diamantengewinnung zu diskutieren. Durch den Druck auf die Diamantenindustrie nahmen die Anstrengungen auf internationaler Ebene zu, ein neues einheitliches und transparentes Zertifizierungssystem für den internationalen Diamantenhandel einzuführen. Dieses so genannte Kimberley-Abkommen soll den Handel mit den so genannten Kriegsdiamanten eindämmen.

Im November 2002 wurde ein Zertifizierungssystem für Rohdiamanten als Selbstregulierungssystem beschlossen. Bei dem Selbstverpflichtungssystem besteht jedoch die Gefahr, dass es ohne ein unabhängiges Kontrollinstrument und wirksame Sanktionen gegen Konzerne, die das Abkommen unterlaufen, nicht wirklich durchgesetzt wird.

http://fataltransactions.org/