Indien: Tara Projects und TRSHH

Indien ist mit rund 900 Millionen Einwohnern das zweit bevölkerungsreichste Land der Welt. Ein Großteil der Bevölkerung lebt nach wie vor auf dem Land. Mehr als die Hälfte der landwirtschaftlichen Betriebe sind kleiner als ein Hektar. Für diese Produzenten ist ein Zusatzeinkommen durch Handwerk und durch den Verkauf landwirtschaftlicher Produkte absolut notwendig zum Überleben. Etwa ein Drittel der Bevölkerung lebt unterhalb des Existenzminimums. Hier haben sich insbesondere zwei Fair-Trade-Projekte etabliert, die seit vielen Jahren Partner von gepa sind.

Tara Projects
TRSHH

Tara Projects

Anfang der 1970er Jahre wurden die Trade Alternative Reform Action Projects (Tara) als Stiftung gegründet. Tara arbeitet mit zwölf Produzentengruppen zusammen und ist seit 1984 ein Handelspartner der Handelsorganisation gepa. Tara unterstützt die Produzenten in Indien bei ihrem Bestreben nach Unabhängigkeit von Zwischenhändlern und stärkt so ihre Position auf dem Markt. Die Organisation vermarktet Produkte von Kleinproduzenten in Nordindien, die in Familienbetrieben, Kooperativen oder Selbsthilfegruppen zusammenarbeiten. Tara führt darüber hinaus Bildungsprogramme durch. Die Stiftung arbeitet mit zahlreichen Schmuckproduzenten zusammen, die zum Teil in ihren eigenen Werkstätten produzieren. Als Materialien dienen ihnen Knochen, Messing, Holz, Horn und Glasperlen aus denen u.a. Halsketten oder Armreifen hergestellt werden. Tara kauft einen großen Teil der Produktion, der Rest geht auf den lokalen Markt.

Weitere Informationen unter http://www.taraprojects.com/

TRSHH

Die unabhängige Organisation Tibetan Refugees Self-Help Handicrafts (TRSHH) widmet sich sei 1978 der Vermarktung tibetischer Schmuckprodukte im In- und Ausland. Seit 1993 bezieht gepa Produkte von TRSHH. TRSHH vertritt die Interessen der tibetischen Produzenten durch die Einbindung in die tibetischen Strukturen in Indien. Der durch den Export erwirtschafteter Überschuss geht zu 90 Prozent an die Produzenten, mit zehn Prozent Gewinnbeteiligung wird die tibetische Exilregierung in Indien ("Home Department") unterstützt.

Das Produktsortiment umfasst Schmuck und Accessoires sowie Knüpfteppiche, Bekleidung und Kupferwaren. Zwei Drittel der Produkte werden exportiert, fast ausschließlich an den Fairen Handel. Der Schmuck aus Tibet und der Himalaya Region wird aus Gold, Silber, Kupfer und Messing hergestellt und mit Korallen und Türkisen verziert. Hier werden auch Edelsteine wie das tibetische Dzi und der Bernstein benutzt sowie Granat, Tigerauge, Rosenquarz, Malachit u.ä.

Weiter Informationen unter http://www.darjeeling-tourism.com/darj_00001d.htm