Ländliche Entwicklung & Urbanisierung

Es kann verblüffen, dass unser Konsumverhalten sich selbst in entlegenen Winkeln der Weltwirtschaft auswirkt. Möglicherweise wurde der Zucker, den wir in unserem Kaffee rühren, aus Zuckerrohr gemacht, das von brasilianischen Landarbeitern geschlagen wurde. Während die Kaffeebohnen vielleicht von Kleinbauern in Tansania angebaut wurden. Über die Waren, die wir kaufen, sind wir auch mit Menschen verbunden, deren Leben sich drastisch von unserem unterscheidet. Mehr als eine Milliarde der weltweiten Landbewohner muss mit weniger als 1,25 US-Dollar täglich auskommen und noch viele weitere verfügen über kaum mehr Geld. Kleinbäuerliche Familien und Landarbeiter stellen die Mehrheit der extrem Armen auf dem Land. Nicht nur über die Bedingungen, unter denen Handel mit Menschen in Entwicklungsländern getrieben wird, beeinträchtigen unsere Konsumentscheidungen das Leben der dortigen Landbevölkerung. Sie beschleunigen auch den Klimawandel, durch den in Entwicklungsländern bis 2020 etwa 49 Millionen weitere Menschen von Hunger bedroht sein sollen.

Viele Landbewohner sehen nur eine Möglichkeit: Die Flucht vor der Armut in eine Stadt. In Entwicklungsländern verzeichnen urbane Zentren den Bevölkerungszuwachs und Landflucht ist eine wichtige Ursache dafür. Riesenstädte mit mehr als 20 Millionen Einwohnern haben bereits bislang ungekannte Ausmaße angenommen. Mit der Landbevölkerung wird auch mehr Armut in die Städte getragen: Weltweit bewohnt bereits jeder sechste Mensch ein Elendsviertel.

Urbanisierung

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