Definition


20151124 Perma neu

Foto: Lehmann natur

Der Begriff Permakultur leitet sich aus dem Englischen „permanent agriculture“ (= dauerhafte Landwirtschaft) ab. Er steht für eine dauerhafte, nachhaltige Land- und Gartenwirtschaft im Einklang mit der Natur und auf der Basis von funktionierenden Kreisläufen. Auf diese Weise sollen die negativen Wechselwirkungen der modernen konventionellen Landwirtschaft vermieden werden.

Wo Landwirtschaft in Form naturnaher, vielfältiger Ökosysteme gestaltet wird, die sich selbst regulieren und idealerweise ohne großen Einfluss von außen funktionieren, entsteht eine dauerhafte Landwirtschaft – eben: Permakultur. Dahinter steht der Gedanke, dass dort, wo Pflanzen und Tiere zusammen leben, die an ihre Umgebung angepasst sind und einander in ihren nützlichen Eigenschaften ergänzen, landwirtschaftliche Systeme stabil, widerstandsfähig und produktiv werden und bleiben.

Im Zentrum dieses Systems stehen dabei der Boden und hier vor allem die wertvolle lebendige Humusschicht. Ein intakter, fruchtbarer Boden ist die Voraussetzung für das gesunde Leben von Pflanzen, Tieren und Menschen. Daher muss die Humusschicht bewusst aufgebaut, erhalten und gepflegt werden. Landwirte, die das erkannt haben und nach den Prinzipien der Permakultur arbeiten, setzen dafür ausschließlich organische Materialien und mechanische Verfahren ein. Anders als in der modernen Landwirtschaft, werden Pflanzenbau und Tierhaltung in diesem System nicht getrennt gedacht. Stattdessen gilt es, die vorteilhaften Wechselwirkungen, die zwischen Pflanzen und Tieren bestehen, gezielt zu nutzen. Auf diese Weise können geschlossene Stoffkreisläufe entstehen.