Wen oder was unterstützen?

Wer eine Patenschaft für einen anderen Menschen übernimmt, übernimmt einen Anteil an der Fürsorgepflicht für diesen Menschen. Eine Patenschaft ist also schon per definitionem an eine Person gebunden.

Dennoch sind heute viele Patenschaften, die von großen Hilfsorganisationen aus der Entwicklungshilfe vermittelt werden, anders gestaltet. In einer von Armut geprägten Region wenige ausgewählte Kinder mit einem – wenn auch bescheidenen – Wohlstand zu beglücken – das kann kaum zu einer nachhaltigen Verbesserung der Lebensbedingungen in dieser Region und auch nicht zu tatsächlich höheren Lebenschancen für dieses Kind führen. Das berücksichtigen die Hilfswerke in der Regel.

Regionen oder bestimmte Themen fördern

Wer eine Patenschaft für ein Kind übernimmt, unterstützt heute zumeist eine ganze Familie, eine ganze Dorfgemeinschaft oder eine karitative Einrichtung, in der das Kind lebt. Dennoch bleibt die Möglichkeit erhalten, mitzuerleben, wie sich die soziale Situation, der Gesundheitszustand oder die Schulbildung des Patenkindes dank der eigenen Spende entwickelt. Paten können in der Regel einen brieflichen Kontakt zu ihrem Patenkind aufbauen und es sogar besuchen. Und sie erhalten vom Hilfswerk regelmäßige Informationen über das Patenkind und dessen Lebensumfeld.

Es gibt aber auch Patenschaften, die nicht an einzelne Kinder gebunden sind. So bietet etwa UNICEF themenorientierte Patenschaften an. Der Spender kann entscheiden, ob seine regelmäßige Spende der Gesundheitsförderung, Bildung oder zum Beispiel der Förderung von Mädchen zugutekommen soll.