Textilien & Kosmetik: Tiere auf der Haut

Tierische Produkte lassen wir uns nicht nur schmecken, wir nutzen sie auch für Kleidung z. B. Wolle von Schafen, Tierhäute als Leder für Jacken, Schuhe etc. oder Daunen als Fütterung in der Winterkleidung oder für ein kuscheliges zu Hause als Fütterung für Bettdecken. Der Bedarf an tierischen Rohstoffen für Textilien ist groß. Um sie kostengünstig zu produzieren, setzt man genau wie in der Fleischproduktion, auf intensive Landwirtschaft mit Massentierhaltung. Unter automatisierten Abläufen bleibt das Wohl der Tiere oft außen vor.  Wir geben Hinweise, worauf Sie achten sollten.
Generell gilt, beim Kauf von Textilien aus tierischen Fasern darauf zu achten, dass sie zumindest aus kontrolliert biologischer Tierhaltung ("kbT") stammen oder Siegel wie "IVN best" oder "GOTS" tragen.

IVN-Naturtextil Best_Logo Bei "IVN BEST" muss die Fläche einer Textilie (also das eigentliche Gewebe oder Gestrick ohne Zutaten wie Reißverschlüsse, Bündchen, Einlagen, Futter, Knöpfe etc.) zu 100% aus Naturfasern bestehen, die aus kontrolliert biologischem Anbau (kbA) oder kontrolliert biologischer Tierhaltung (kbT) stammen mit artgerechter Tierhaltung und Bio-Futter.

gots labelAus mindestens 90% Naturfasern muss ein Produkt bestehen, wenn es das GOTS Label tragen soll. Höchstens 10% dürfen somit synthetische Fasern oder Viskose sein. Lediglich für Socken, Leggins und Sportbekleidung ist es erlaubt bis zu 25% synthetische Fasern einzusetzen. Unabhängig davon müssen insgesamt mindestens 70% der Fasern von Pflanzen oder Tieren aus kontrolliert biologischer Landwirtschaft oder Tierhaltung (kbA oder kbT) stammen.

Informationen über die Herstellung beliebter Rohstoffe tierischen Ursprungs sowie zu einigen Alternativen geben die nachfolgenden Beispiele:

Betten, Jacken und Schlafsäcke aus Federn und Daunen

Schuhe, Taschen und Accessoires aus Leder

Strickjacken, Socken und Outdoor-Kleidung aus Merinowolle

Pullis, Mützen und Schals aus Angorawolle

Pelz aus Echtfell

Kosmetik