Atomenergie

Sollen Atomkraftwerke wie geplant abgeschaltet werden? Wie soll die Endlagerung der radioaktiven Abfälle aussehen?

DIE LINKE:
DIE LINKE steht für den unverzüglichen und unumkehrbaren Ausstieg aus der Atomwirtschaft. Die geplanten Endlagerstandorte Gorleben und Schacht Konrad müssen aufgegeben werden. Neue Endlagerstandorte müssen ohne Vorfestlegungen - transparent und gerichtlich nachprüfbar - auf Kosten der Atomindustrie gesucht werden.

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN:
Der Atomausstieg muss umgesetzt werden. Die sieben ältesten, besonders unsicheren AKWs sowie Krümmel sollen so schnell wie möglich endgültig vom Netz gehen, Reststrommengen der Altmeiler können dafür auf neuere Anlagen übertragen werden. Für den Atommüll muss jetzt endlich in einem bundesweiten ergebnisoffenen Verfahren der bestmögliche Standort gefunden werden.

FDP:
Kernenergie ist als Übergangstechnologie und mit höchsten Sicherheitsstandards unverzichtbar, bis erneuerbare Energien ausreichend grundlastfähigen Strom erzeugen können oder CCS-Technologie im großtechnischen Maßstab zur Verfügung steht. Ob Gorleben sich als Endlager eignet, muss unverzüglich geklärt werden.

CDU:
Die CDU strebt eine Laufzeitverlängerung der sicheren deutschen Kernkraft-werke an, weil klimafreundliche und kostengünstige Alternativen noch nicht aus-reichend verfügbar sind. Einen Neubau von Kernkraftwerken lehnen wir ab. Wir wollen eine Aufhebung des Moratoriums zur ergebnisoffenen Erkundung des Standortes Gorleben als mögliches Endlager.

SPD:
Die SPD hält am vereinbarten Atomausstieg fest. Wir fordern die Betreiber auf, ihre alten, fehleranfälligen Atomkraftwerke früher vom Netz nehmen. Wir wollen ein Endlagersuchgesetz, das eine ergebnisoffene und auf international anerkannten Auswahl- und Sicherheitskriterien basierende Endlagersuche vorsieht. Das Endlager soll an den am besten geeigneten Standort gebaut werden.