Kohlekraftwerke
Sollen neue Kohlekraftwerke gebaut werden dürfen? Soll die Kohlendioxid-Abscheidung und unterirdische Einlagerung (CCS-Technologie) unterstützt werden?
DIE LINKE:
DIE LINKE lehnt die Planung und den Bau neuer Kohlekraftwerke ab –
ebenso wie die von der Energiewirtschaft propagierte Scheinlösung der
Verpressung von Kohlendioxid in den Untergrund.
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN:
Der Bau neuer Kohlekraftwerke ist klimapolitisch nicht zu verantworten.
Deshalb muss dies durch eine Verschärfung des Genehmigungsrechts
verhindert werden. Die CCS-Technologie soll zunächst nur erforscht
werden, ohne gleich große CO2-Speicher anzulegen. Kosten und Haftung
müssen die Betreiber tragen, die Bürgerinnen und Bürger sind von Beginn
an zu beteiligen.
FDP:
Ja. Die FDP will die Kohleverstromung durch CO2-Abscheidung (CCS) und
den Neubau hocheffizienter Kohlekraftwerke klimaverträglicher machen.
Neue Kraftwerke erhöhen die Emissionen wegen der durch den
Zertifikatehandel festgelegten CO2-Obergrenzen nicht, sondern
verdrängen alte, ineffiziente Anlagen.
CDU:
Wir wollen die Rahmenbedingungen für eine möglichst schnelle Modernisierung des konventionellen Kraftwerkparks verbessern. Zudem kann die Technologie zur Abscheidung und Speicherung von CO2 (CCS) einen wichtigen Beitrag zur klimafreundlichen Nutzung fossiler Energieträger leisten.
SPD:
Wir brauchen eine Modernisierung unseres Kraftwerksparks und unterstützen den Neubau von hocheffizienten Kohlekraftwerken, die möglichst in Kraft-Wärme-Koppelung betrieben werden. Gleichzeitig wollen wir alte ineffiziente Kraftwerke vom Netz nehmen. Wir werden die neue CCS-Technologie mit größtmöglicher Transparenz und mit höchsten Sicherheitsstandards in Deutschland entwickeln.







